Fluchtpunkt

Mara Klein

Fluchtpunkt

„Ganz sicher war es nicht wegen besserem Verdienst oder goldenen Armaturen im Bad … ich wollte nicht, dass irgendein System mir in mein Leben reinschaut und bestimmt, was ich zu tun habe und nicht zu tun habe. Ich kann’s nicht mal definieren, wann die Entscheidung fiel. Irgendwann war’s.“
1975 flog mein Vater von Ost-Berlin nach Budapest, von dort nahm er den Zug nach Rumänien. Am 15. Juli schwamm er bei Neumond über die Donau, in seiner Badehose 50 Westmark und der Personalausweis. 42 Jahre später haben wir uns gemeinsam auf die Suche nach dem Fluchtpunkt gemacht.